Zewa wisch dich weg

Hallo zusammen,

es wird mal wieder Zeit für einen Produkttest.
Heute möchte ich euch die drei Sorten von Zewa Wisch & Weg vorstellen, die als vielseitiges, wringfestes Küchenpapier beworben werden.

"Drei Sorten?" Werdet ihr denken. Ja, genau. Drei Sorten. Da gibts tatsächlich Unterschiede, denn Küchenrolle ist nicht gleich Küchenrolle....


Neben dem "Original" sind noch die Sorten "Reinweiß" und "Sparblatt" erhältlich, die ich euch hier vorstellen möchte.




(links "Original", mittig "Sparblatt", rechts "Reinweiß")

Alle drei Sorten gibt es in 4er-Packs. Während das "Original" und "Reinweiß" je 45 Blatt, á 23cm Breite pro Rolle haben, besteht jede Rolle "Sparblatt" aus 74 Blatt mit rund 14cm Breite. Das empfinde ich als sehr angenehm, denn wie oft braucht man nur eben ein halbes Blatt?!


(links "Original", rechts "Sparblatt")
"Reinweiß" unterscheidet sich vom "Original" dadurch, dass es keinen Aufdruck hat, also komplett weiß ist. Hierdurch kann es durchaus mal als Serviettenersatz herhalten, ohne gleich billig zu wirken. Oder man kann es zum Basteln benutzen (mir fallen hier spontan Wintermotive ein oder Blüten an Draht- oder Holzstängeln, deren Spitzen man mit Acrylfarbe anmalen könnte).

Nun zum Test der drei Sorten.
Beim Betrachten und Anfassen der Verpackung fällt auf, dass diese recht locker um die 4 Rollen herum ist. Ob das den Transport nach Hause überlebt, ohne aufzugehen? Die Umverpackung wirkt hierdurch für ein Markenprodukt etwas "billig". Aber es kommt ja auf die inneren Werte an!
Ein Pluspunkt der Umverpackung: Sie hat in der oberen linken Ecke eine Perforation, wodurch sie sich leicht öffnen lässt. Man kann einfach eine einzelne Rolle entnehmen, ohne dass die anderen durch die Gegend kullern.

Die Rollen selbst fassen sich in ihrer Gesamtstruktur als Ganzes sehr locker gerollt an. Ist hier wirklich so viel drauf, wie auf Discounter-Produkten, die fester gewickelt sind? (Ich bin diesem Verdacht nicht weiter nachgegangen, wäre doch ziemliche Umweltverschmutzung, zwei ganze Rollen abzuwickeln).
Haptisch ist die Zewa Wisch und Weg (egal welche der drei Sorten) steif und fest.
Zum Aufwischen eines kleinen Malleheurs oder zum Abtupfen von Fleisch oder Gebratenem durchaus geeignet. Jedoch wirkt es etwas zu rauh, um damit ein Kindergesicht abzuwischen, oder es als Taschentuch-Ersatz zu verwenden.

Durch diese "Kratzbürstgkeit" gewinnt Zewa jedoch an Stärke im Trockenzustand. Hier ist schon einige Kraft nötig, um ein Blatt zum Reißen zu bringen.
Im nassen Zustand versagt es jedoch unter Belastung total. Die Wringfestigkeit, mit der geworben wird, besitzt das Tuch zwar, aber wer wringt ein Küchentuch schon aus? Ich jedenfalls nicht! Denn es ist doch recht mühsam, es danach wieder außeinander zu pfriemeln. Küchenrolle wird bei mir niemals ausgewrungen. Dafür gibts Spüllappen. Zewa muss einfach: wisch und weg. Mehr nicht.
Bei Zug in feuchtem Zustand reißt Zewa schneller, als mir lieb ist und auch beim "Obsttest" (der oft in der Werbung gezeigt wird), bei dem ich 500g Trauben auf ein Zewa-Tuch gelegt hatte, um sie abzubrausen, riss das Tuch und das Obst landete im Spülbecken :(

Aber ich testete weiter.
Küchenpapier muss bei mir auch zum Fensterputzen und Abwischen von Glas- und Spiegelfächen herhalten.
Was soll ich sagen?
Scheuerfestigkeit ist gegeben. Aber nach dem Putzen sind Spiegel und Fenster mit winzing kleinen Flusen bedeckt, ich musste anschließend die Glasflächen abstauben.

Mein Fazit:
Viel Marke, viel Werbeversprechen.
Leider hält es nur das, was es nicht können muss (Auswringtest).
Für meine Bedarfe genügt ein Discounter-Küchenpapier, bei dem ich bessere Leistung bei angenehmerer Haptik und kleinerem Preis kenne. Sorry Zewa!
Drei Pluspunkte gibt es jedoch:
- rein weiße Variante ohne Aufdruck
- Sparblatt
- perforierte Soll-Öffnung der Verpackung.

Alles in allem werde ich persönlich bei meiner bisherigen Küchenrolle bleiben, aber tut euch keinen Zwang an und testet Zewa Wisch und Weg selbst!

Bis dahin,
Stardy

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