Donnerstag, 6. Juli 2017

Marmeladenzeit

Es ist wieder soweit!
Der Sommer ist da und hat uns jede Menge Früchte im Garten beschert.
Vor allem Erdbeeren und rote Johannisbeeren gab es im Überfluss!





Also habe ich mich vergangenes Wochenende an den Herd gestellt und jede Menge Gelee und Marmelade gekocht.

Angefangen habe ich mit einer


Erdbeer-Espresso-Konfitüre

Dazu braucht man 
  • 1 Paket Dr. Oetker Gelierzucker für Erdbeerkonfitüre
  • 1000g Erdbeeren
  • 1 Doppelten Espresso (ca 100ml)
  • etwas Zimt
Das ganze wird nach Packungsanleitung zubereitet und in vorbereitete Gläser gefüllt.
Ich sag nur:
Einfach lecker mit einem Hauch von Urlaub!


Normalerweise verwende ich 3:1 Gelierzucker, bei dem man 1,5kg Früchte auf 500g Zucker nimmt. Aber der neue Erdbeer-Zucker und auch der dazugehörige Beeren-Einmachzucker hat mich interessiert. Bei diesen beiden sind der Anteil von Zitronensäure und Pektin (das ja für das Festwerden der Marmelade verantwortlich ist) genau auf die Nährstoff-Zusammensetzung der Früchte abgestimmt. So wird Beeren-Marmelade nicht zu sauer und Erdbeermarmelade nicht zu süß.
Jedenfalls laut Hersteller.

Da ich normalerweise einen anderen Gelierzucker verwende, war ich gespannt, wie sich der von Dr. Oetker verhält.
Ich muss sagen, das Gelierverhalten ist gut und alle Marmeladen sind fest geworden. Auch die Unterstützung des Fruchtaromas ist toll. Man schmeckt die Erdbeeren schön raus.
Was mir nicht so sehr gefällt: die Marmeladen sind mir einfach zu süß.
Wie bereits gesagt, bevorzuge ich 3:1 Zucker, der dann auch weniger Kalorien mit sich bringt und auch besser für Diabetiker geeignet ist. Die 2:1 Marmelade muss ich gaaaaanz dünn aufstreichen, damit es mir nicht zu klebrig wird.
Hier würde ich mir wünschen, dass es den Erdbeer-Gelierzucker auch in 3:1 gäbe.


Alles in allem sind 67 Gläser Marmelade entstanden :)
Hmmm.... lecker!!!

Montag, 15. Mai 2017

BioRepair Zahnmilch

Ich habe mal wieder was neues getestet.
Seit längerem nutze ich die BioRepair Zahncreme, die mit dem Slogan wirbt "draufputzen statt abnutzen!".
Nun hat BioRepair ein neues Mundwasser auf dem Markt gebracht "BioRepair Zahnmilch". Kostenpunkt knapp 8€ pro 500ml. Und auch diese Zahnmilch enthält biomimetische Substanzen, die kleine Unebenheiten im Zahnschmelz auffüllen (sollen). Zudem (soll) sie die Zähne weißer machen.

Also nichts wie hin und getestet.
Was soll ich sagen: 
Der erste Eindruck: Iiiieh, bäääh!
Konsistenz und Farbe sind sehr.... gewöhnungsbedürftig. 
Milchig weiß, halb-transparent und etwas dickflüssig. Das erste Testen hat schon etwas Überwindung gekostet.
Geschmacklich:
Minzig frisch, aber schon recht scharf. Ich mag das generell an Mundwässern nicht, dass sie so scharf sind, die Zahnmilch ist jedoch etwas milder als die Standard-Mundwässer.




Zum Ergebnis:
Frischer Geschmack und angenehm glattes Gefühl auf den Zähnen.
Ob sich irgendwelche Unebenheiten des Zahnschmelzes schließen, kann man sicher nur unter dem Mikroskop feststellen. Aber ein glatteres Gefühl ist definitiv da.
Vom Aufhellungs-Effekt habe ich noch nichts gemerkt. Das funktioniert wahrscheinlich nur, wenn man nicht täglich mit Kaffee oder Schwarztee verfärbende Substanzen zuführt.
Ich werde die Zahnmilch weiter benutzen. Wer weiß, vielleicht werden meine Zähne tatsächlich irgendwann weißer? ;)

Mittwoch, 5. April 2017

Gewonnenes macht doppelt Spaß

Hallo zusammen!

(Fotos werden nachgereicht)


Wie ich bereits angekündigt hatte, verarbeite ich gerade einen Teil der Wolle, die ich bei Rinis Gewinnspiel gewonnen hatte.
Es handelt sich um ein blau-grau-schwarz-lila-melliertes Handstrickgarn der Nadelstärke 4-5. 100% Schurwolle und, obwohl es ein Discountergarn ist, absolut traumweich und sehr gut zu verarbeiten!

Ich hatte mir vorgenommen, aus diesem Garn das erste Kleidungsstück für mich selbst zu stricken.
Da ich im Büro genau unter der Lüftung sitze, bot es sich an, dass ich mir einen Pullunder stricke. Damit dieser nicht "altbacken" wirkt, bekommt er neben einem schlichten V-Ausschnitt (kraus rechts) und krausen Armausschnitten, eine Kapuze mit kraus gestricktem Rand, das sieht bestimmt fesch aus ;)
Alles in allem habe ich 8 Knäuel der Wolle, also 400g verbraucht.
Da der Pullunder selbst einfach glatt rechts gestrickt ist und sonst nicht viel Kompliziertes in der Anleitung zu finden ist, habe ich ihn im Zug gestrickt, auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause.

Nachdem das Rückenteil fertig war, rollte sich leider der untere Rand hoch, obwohl die ersten 4 Reihen kraus rechts sind. Also habe ich fürs Vorderteil einen I-Cord-Anschlag versucht. Dieser geht ganz einfach, braucht aber deutlich mehr Zeit, als der normale Kreuzanschlag. Der Übergang zum kraus rechten Teil rollt sich nicht. Aber leider habe ich wieder eine leichte "Rollung" beim Übergang zum glatt rechten Teil. Nächstes mal also den I-cord-Anschlag und dann direkt zum glatten Teil wechseln. Er gefällt mir sehr gut, nur wie ich ihn einsetze, das muss ich noch üben.

Das Vorderteil ist nun zur Hälfte gestrickt und das ewige glatt rechts nervt ein bisschen. Ich habe das Strickstüpck deshalb zwischendurch öfter mal einige Tage weggelegt, damit ich zwischendurch wieder was Spannenderes stricken konnte.
Nur soviel sei gesagt: der Pullunder und die Wolle gefallen mir recht gut!
Nun muss das ganze noch gespannt werden, dann rollt sich vielleicht auch der untere Rand nicht so dolle.
Zudem ist mir aufgefallen, dass der Ausschnitt ein wenig tief ist. Hier muss ich mit einigen wenigen Stichen die untere Spitze des Ausschnitts noch etwas zusammennähen.

Fotos werde ich bei Gelegenheit nachreichen.

Stardy

Dienstag, 4. April 2017

Nähen? Leseknochen!

Manchmal reicht stricken nicht. Oder Wolle spinnen....
Ich bin ja ohnehin ein Mensch, der gerne was neues ausprobiert. Wenn man mich fragt, was meine Hobbies sind, wird es wirklich schwierig. Ich habe so viele Interessen! 

Jedenfalls habe ich vor einigen Wochen eine für mich nicht ganz so neue Handarbeitstechnik wieder aufgenommen. Ich konnte es nie wirklich und meine bisherige Erfahrung damit war eher ein kurzes Intermezzo. 
Ich spreche vom Nähen!
Als Jugendliche habe ich mal 24 Säckchen aus Filz mit der Nähmaschine meiner Mutter gearbeitet für einen Adventskalender, aber wirklich beherrscht habe ich es nie und ich bin da mehr nach Gefühl rangegangen, als nach Anleitung.
Nun hat es mich also wieder gepackt.
Ich habe zwei Nähmaschinen, beide aus den 70ern, beide schwer (da aus Spritzguss / Metall) und beide recht laut. Die eine von meiner Mama übernommen, die andere mal geschenkt bekommen.
Und so hat es mich bereits um Weihnachten vergangenes Jahr in den Fingern gejuckt, Stoff zu einem sinnvollen Gebilde zusammenzubasteln. Ich bekam nämlich eine wunderschöne Bobbeltasche für meine Stricksachen von einer Freundin als Wichtelgeschenk.
Und so schlich ich bereits einige Monate durch die Stoffabteilungen der Warenhäuser und durch die beiden Handarbeitsgeschäfte hier im Nachbarort.

Ein Projekt war schnell gefunden, der Stoff noch viel schneller.
Ich wollte zu Beginn etwas einfaches versuchen, und so wurde es ein sogenannter Leseknochen. Die Anleitung gab es gratis im Internet und so legte ich los.

Das erste Mal einen Zuschnitt machen, das erste Mal halbwegs passgenau zusammennähen, füllen und dann die Füllnaht schließen!

Also machte ich mich ans Werk und war (nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Fadenspannung) auch ganz zufrieden mit meinem Ergebnis. 
Nur die Füllung war zu wenig fest gestopft und man sah, wo ich ihn geschlossen hatte.
Also wurde sogleich ein zweiter genaht, der war fester und die Naht etwas filigraner, aber ich war noch nicht zufrieden.

Zwischenzeitlich folgte ein Besuch in der örtlichen Buchhandlung. Da es sich bei Büchern genauso verhält wie bei Wolle und Stoffen, konnte ich nicht ohne ein wunderbares Nähbuch aus dem Laden gehen. Und dort fand ich die Lösung für mein Nahtproblem: die Leiternaht!!!




Also gleich Nummer drei genäht und endlich mit der Naht zufrieden.
Weils so schön war, habe ich gestern Abend noch Nummer vier gefertigt, passend zu einem Paar Socken (Muster "Froschkönig" bei Ravelry). Socken und Leseknochen Nummer viel sind ein Geburtstagsgeschenk für meine Schwiegermama-in-Spe.


Aber was ist eigentlich ein "Leseknochen"?
Ich würde ihn als Nackenhörnchen mit Bewegungsfreiheit beschreiben. Eine tolle Nackenstütze, wenn man auf dem Rücken liegend lesen möchte.
Oder ein Buchständer.
Oder als Art Venenkissen, das sich Seitenschläfer zwischen die Knie klemmen können.
Oder zur Unterstützung der Lendenwirbel beim Couch-Lümmeln.
Oder, oder oder....

Einfach mal ausprobieren!
Er ist wirklich einfach zu nähen und hat vielfältige Einsatzmöglichkeiten!

Viele Grüße und viel Spaß beim Nähen
Stardy

Freitag, 10. Februar 2017

Tag der Kinderhospizarbeit 10.02.

Hallo zusammen,


ich habe schon länger nicht mehr über meine Strickprojekte geschrieben, da ich vor lauter Stricken nichtmehr zum Bloggen gekommen bin.
Seit dem letzten Socken-Eintrag (Himmel, ist das schon wieder lange her!!) hat sich bei mir einiges getan.


Ich stricke auf der täglichen Zugfahrt fast ausschließlich Socken, denn diese sind schnell fertig und sie sind klein genug, dass sie in der Handtasche genügend Platz haben. Ein Pullover ließe sich nicht so bequem transportieren. Man stelle sich das einmal vor! Junge Frau, morgens um 5 mit drei Zentnern Wolle beladen im Zug.... Also stricke ich Socken.
Ich stöbere ja immer im Internet nach neuen Mustern, die ich ausprobieren möchte, habe aber ein kleines Problem.
Nur für mich selbst zu stricken, spornt mich nicht an.
Es macht mir Freude, anderen eine Freude zu machen. Aber wen mit Socken beschenken?
Meine Mum, die es eigentlich hasst, Socken zu tragen (selbst im Winter immer ohne Socken in den Schuhen), hat nun 6 Paar für die Couch. Das sollte erstmal genügen.
Mein Freund mag überhaupt keine Stricksocken, auch wenn ich ihn grade dazu überreden konnte, doch mal ein Paar zu testen.


Und so bin ich irgendwie bereits Ende April auf den wunderbaren Verein "Stricksocken für Rheinberg e.V." aufmerksam geworden, über den ich heute berichten möchte.
Stricksocken für Rheinberg wurde von Sabine Baier gegründet, die ursprünglich Obdachlose mit warmen Füßen und ein Bisschen Liebe in Form von handgestrickten Socken versorgen wollte. Im April 2016 gründete sie eine Gruppe auf facebook, um eine Handvoll anderer Stricker/innen mit ins Boot zu holen und das Ganze ein Bisschen besser koordinieren zu können.
Womit sie nicht gerechnet hatte, war der durchschlagende Erfolg des Projekts.

Seit Ende 2016 ist die offizielle Vereinsgründung durch.
Seit gestern sind wir 100 Mitglieder. Nicht dazugerechnet diejenigen, die uns offline unterstützen.
Und ebenfalls gestern wurde das 1000. Sockenpaar eingeschickt. Eintausend!!!

Sie, ich, wir sind überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft und so viel Zusammenhalt. 
Ich habe bisher in kaum einer Gruppe in sozialen Netzwerken einen so tollen Zusammenhalt und ein so freund(schaft)liches Klima erleben dürfen, wie hier.

Da jedoch so viele Socken nicht an Obdachlose im Bergischen Kreis verteilt werden können und manch einer auch gerne kleinere Größen (z.B. aus Resten) strickt, unterstützen wir inzwischen auch andere Vereine, die warme Füße brauchen. Und das führt mich zum eigentlichen Thema dieses Blogeintrags.
Neben mindestens zwei Vereinen, die Obdachlose unterstützen, kommen unsere Socken auch Kindern zugute.
Da wäre zum einen das Kinder- und Jugenddorf "Klinge", in dem Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigen Situationen Unterschlupf finden.
Zum anderen unterstützen wir auch verschiedene Kinderhospize mit unseren handgemachten Portionen aus Wolle, Wärme und Liebe.

(die hellgrüne Schleife als Zeichen der Kinderhospizarbeit
 Foto: Sabine Baier)


Kinderhospize.... Heute ist Tag der Kinderhospizarbeit, was mich zu diesem Beitrag inspiriert hat.
Kinderhospize.... Da denkt man (und auch ich bis vor einiger Zeit) an viel Leid, Trauer, Schmerz. An kahle Krankenhausflure, gedämpftes Licht, Flüstern, Taschentücher, betretenes Schweigen. An grau. An schummrig, unscharf, blass.
Doch durch "Stricksocken für Rheinberg" habe ich mich ein bisschen mit dem Thema 'Kinderhospiz' beschäftigt und wurde eines Besseren belehrt.
Natürlich geht es um die Unterstützung todkranker Kinder oder von Kindern mit lebensverkürzenden Krankheiten, sowie die Unterstützung ihrer Eltern, Geschwister und Angehöriger. Aber Kinderhospize sind keineswegs grau, trist, und nur traurig.

Kinderhospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, "dem Leben nicht mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben". Und das wird auch deutlich, wenn man sich die Arbeit vor Ort oder auf den Webseiten der Kinderhospize anschaut. 
Ein sterbendes Kind, ich glaube, das ist mit eines er schlimmsten Dinge die es gibt. 
Wir gehen doch immer alle davon aus, dass wir alt und grau werden und dann friedlich einschlummern. Die Grundannahme der meißten Menschen ist, dass sie vor ihren Kindern sterben werden. Und kein Vater, keine Mutter sollte das eigene Kind überleben. Weil diese Vorstellunge inen so unsäglichen Schmerz verursacht, wird das Thema gerne aus dem gesellschaftlichen / gesellschaftsfähigen Gedankengut verdrängt, in der Hoffnung, dass es schon nicht passieren wird, wenn man nur fest genug nicht daran denkt.
Deshalb ist Kinderhospizarbeit so wichtig, denn betroffene Eltern sind (vermutlich) ersteinmal geschockt, wie versteinert, verzweielt. Wie geht man selbst damit um? Wie geht man dem Kind gegenüber damit um, dass es nunmal doch nicht Feuerwehrmann, Astronaut oder Tierärztin werden wird? Dass es diese Zukunft einfach nicht gibt?
Kinderhospizarbeit setzt genau hier an.
Eltern werden aus dieser Schockstarre herausgelöst, man versucht, sie zu unterstützen, damit sie die Zeit, die ihnen mit ihrem Kind bleibt, so gut und intensiv wie möglich genießen können. Damit sie eine Möglichkeit finden, mit ihren Kindern weiterhin "normal" umzugehen.

Wer sich Bilder oder Berichte über Kinderhospize anschaut, sieht, dass es sich hierbei - neben all dem Schmerz - vor allem auch um Orte des Lebens handelt. Nicht der Tod regiert den Alltag im Kinderhospiz, sondern das Leben, das noch bleibt. 
Bunte Wände, Sommerfeste, Lachen, Kinderschminken, basteln, spielen,.... 
Selbst Orte der Erinnerung sind bunt und liebevoll gestaltet, um sich an das Leben zu erinnern.

Um den Familien ein Zeichen der Unterstützung und des zwischenmenschlichen Zusammenhalts zu senden, stricken wir bunte Socken für eben jene (sterbens-)kranken Kinder und deren Geschwister.
Jedes Paar Socken zaubert ein Lächeln auf das Gesicht des jeweiligen Kindes und die Eltern bekommen ein Zeichen, dass sie nicht allein sind. Dass da noch jemand (unbekanntes) ist, der ihrem Kind, ganz ungefragt, etwas Gutes tut. 
Wir unterstützen die Arche Noah in Gelsenkirchen, das Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf, und das Kinderhospiz Sterntaler in Mannheim. Meist fährt Sabine in regelmäßigen Abständen dorthin und übergibt die eingegangenen Spendensocken. Die Freude vor Ort ist jedes Mal riesengroß!

Schaut euch gerne die Seiten der Kinderhospize an und seht, welch wundervolle Arbeit dort geleistet wird :)

Viele Grüße,
Stardy

PS: 
Wer uns unterstützen möchte, findet hierzu verschiedene Möglichkeiten direkt auf der Homepage von Stricksocken für Rheinberg e.V. oder auf Facebook.
Unterstützen könnt ihr uns mit Sockenspenden (nur handgestrickt / gehäkelt bitte), Spenden von Sockenwolle, Geldspenden, Einkauf über Amazon Smile (Link auf der Homepage) oder einfach dadurch, dass ihr mit euren Freunden über den Verein und seine Arbeit redet.
Vielen Dank!

Mittwoch, 8. Februar 2017

Zewa wisch dich weg

Hallo zusammen,

es wird mal wieder Zeit für einen Produkttest.
Heute möchte ich euch die drei Sorten von Zewa Wisch & Weg vorstellen, die als vielseitiges, wringfestes Küchenpapier beworben werden.

"Drei Sorten?" Werdet ihr denken. Ja, genau. Drei Sorten. Da gibts tatsächlich Unterschiede, denn Küchenrolle ist nicht gleich Küchenrolle....


Neben dem "Original" sind noch die Sorten "Reinweiß" und "Sparblatt" erhältlich, die ich euch hier vorstellen möchte.




(links "Original", mittig "Sparblatt", rechts "Reinweiß")

Alle drei Sorten gibt es in 4er-Packs. Während das "Original" und "Reinweiß" je 45 Blatt, á 23cm Breite pro Rolle haben, besteht jede Rolle "Sparblatt" aus 74 Blatt mit rund 14cm Breite. Das empfinde ich als sehr angenehm, denn wie oft braucht man nur eben ein halbes Blatt?!


(links "Original", rechts "Sparblatt")
"Reinweiß" unterscheidet sich vom "Original" dadurch, dass es keinen Aufdruck hat, also komplett weiß ist. Hierdurch kann es durchaus mal als Serviettenersatz herhalten, ohne gleich billig zu wirken. Oder man kann es zum Basteln benutzen (mir fallen hier spontan Wintermotive ein oder Blüten an Draht- oder Holzstängeln, deren Spitzen man mit Acrylfarbe anmalen könnte).

Nun zum Test der drei Sorten.
Beim Betrachten und Anfassen der Verpackung fällt auf, dass diese recht locker um die 4 Rollen herum ist. Ob das den Transport nach Hause überlebt, ohne aufzugehen? Die Umverpackung wirkt hierdurch für ein Markenprodukt etwas "billig". Aber es kommt ja auf die inneren Werte an!
Ein Pluspunkt der Umverpackung: Sie hat in der oberen linken Ecke eine Perforation, wodurch sie sich leicht öffnen lässt. Man kann einfach eine einzelne Rolle entnehmen, ohne dass die anderen durch die Gegend kullern.

Die Rollen selbst fassen sich in ihrer Gesamtstruktur als Ganzes sehr locker gerollt an. Ist hier wirklich so viel drauf, wie auf Discounter-Produkten, die fester gewickelt sind? (Ich bin diesem Verdacht nicht weiter nachgegangen, wäre doch ziemliche Umweltverschmutzung, zwei ganze Rollen abzuwickeln).
Haptisch ist die Zewa Wisch und Weg (egal welche der drei Sorten) steif und fest.
Zum Aufwischen eines kleinen Malleheurs oder zum Abtupfen von Fleisch oder Gebratenem durchaus geeignet. Jedoch wirkt es etwas zu rauh, um damit ein Kindergesicht abzuwischen, oder es als Taschentuch-Ersatz zu verwenden.

Durch diese "Kratzbürstgkeit" gewinnt Zewa jedoch an Stärke im Trockenzustand. Hier ist schon einige Kraft nötig, um ein Blatt zum Reißen zu bringen.
Im nassen Zustand versagt es jedoch unter Belastung total. Die Wringfestigkeit, mit der geworben wird, besitzt das Tuch zwar, aber wer wringt ein Küchentuch schon aus? Ich jedenfalls nicht! Denn es ist doch recht mühsam, es danach wieder außeinander zu pfriemeln. Küchenrolle wird bei mir niemals ausgewrungen. Dafür gibts Spüllappen. Zewa muss einfach: wisch und weg. Mehr nicht.
Bei Zug in feuchtem Zustand reißt Zewa schneller, als mir lieb ist und auch beim "Obsttest" (der oft in der Werbung gezeigt wird), bei dem ich 500g Trauben auf ein Zewa-Tuch gelegt hatte, um sie abzubrausen, riss das Tuch und das Obst landete im Spülbecken :(

Aber ich testete weiter.
Küchenpapier muss bei mir auch zum Fensterputzen und Abwischen von Glas- und Spiegelfächen herhalten.
Was soll ich sagen?
Scheuerfestigkeit ist gegeben. Aber nach dem Putzen sind Spiegel und Fenster mit winzing kleinen Flusen bedeckt, ich musste anschließend die Glasflächen abstauben.

Mein Fazit:
Viel Marke, viel Werbeversprechen.
Leider hält es nur das, was es nicht können muss (Auswringtest).
Für meine Bedarfe genügt ein Discounter-Küchenpapier, bei dem ich bessere Leistung bei angenehmerer Haptik und kleinerem Preis kenne. Sorry Zewa!
Drei Pluspunkte gibt es jedoch:
- rein weiße Variante ohne Aufdruck
- Sparblatt
- perforierte Soll-Öffnung der Verpackung.

Alles in allem werde ich persönlich bei meiner bisherigen Küchenrolle bleiben, aber tut euch keinen Zwang an und testet Zewa Wisch und Weg selbst!

Bis dahin,
Stardy